Die Wundervölker am „Rand der Welt“. Rudolf Simek legt eine Monographie zu Monstrosität im Mittelalter vor

„We live in a time of monsters.“ Diese Worte des US-amerikanischen Mediävisten Jeremy Jerome Cohens sind u.a. treffender Ausdruck einer umfassenden Präsenz des Monströsen in Literatur und Medien unserer Zeit. Rudolf Simek legt nun ein Werk vor, das sich gerade nicht hauptsächlich mit unserer, sondern einer lang vergangenen Zeit befasst; er thematisiert das Monster im Mittelalter.

Vlad III.: Feldherr, Pfähler, Vampir

Er ist der Fürst der Finsternis. Fällt der Name Dracula, entsteht in der Fantasie meist das Bild des bösartigen Untoten, des blutsaugenden Vampirs, der das London des ausgehenden 19. Jahrhunderts unsicher macht. Wohl kaum ein Anti-Held hat solche Bekanntheit erlangt wie dieser. Bram Stoker hat mit seinem Werk einen Mythos geschaffen, der bis heute in unzähligen Adaptionen in Romanen, Filmen, Comics und Musik fortbesteht. Doch Dracula ist keine reine Fiktion, er beruht auf einem historischen Vorbild: Vlad III. Drăculea lebte im 15. Jahrhundert und entstammte einer walachischen Fürstendynastie.

Die Diadochen: Erben einer zersplitterten Welt

Karte des Reichs Alexanders des Großen, Creative Commons 3.0 Als Alexander der Große am 10. Juni des Jahres 323 v. Chr. in Babylon starb, hatte er so viel erreicht wie kein anderer makedonischer König vor ihm. Er hatte im Namen der griechischen Welt Rache für die Invasion Griechenlands durch die Perser genommen, die griechische Kultur …

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Totale Entnazifizierung in der DDR? Ein Spiel mit Halbwahrheiten

Immer wieder kann der geneigte Leser an verschiedenen Stellen lesen, dass die Entnazifizierung in der DDR deutlich totaler und härter durchgeführt worden sei, als in der BRD. Meist wird mit der Vielzahl von (ehemaligen) Nazis argumentiert, die im Westen schnell wieder zu Amt und Ehren gefunden hätten – dies, so der Narrativ, wäre in der DDR, dem Modellstaat von Antifaschismus und Sozialismus, nicht möglich gewesen.